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Lebenslauf

 

Spätestens seit seinem Debut bei den Salzburger Festspielen 2006 zählt Wolfgang Lischke zu den beachteten Dirigenten der jungen Generation.

1970 in München geboren studierte er ebendort zunächst Klavier und Posaune, dann Dirigieren. 1998 schloss er seine Studien mit dem Meisterklassendiplom mit Auszeichnung ab. Seine Ausbildung ergänzte er mit zahlreichen internationalen Meisterklassen und arbeitete u.a. mit Pierre Boulez, Peter Eötvös, Sir Edward Downes, Ilja Musin, Juri Temirkanow und Semyon Bychkov.

Nach Engagements an kleineren Opernhäusern berief ihn im Jahre 2003 Roman Kofman als seinen Stellvertreter und als Ersten Kapellmeister an das Opernhaus Bonn. Hier betreute er nahezu das gesamte Bonner Repertoire. Zu Lischkes wichtigsten Neuproduktionen gehören Benjamin Britten: „A Midsummer Night´s Dream“ (R.: Silviu Purcarete); Christoph Willibald Gluck: „Orphée et Euridice” (R.: Dietrich Hilsdorf); Charles Gounod: „Faust“ (R.: Vera Nemirova); Moritz Eggert: „Freax“ (UA) (R.: Christoph Schlingensief); Gioacchino Rossini: „L’Italiana in Algeri“ (R.: Andrea Schwalbach); Jan Müller-Wieland „Die Irre“ (UA) (R.: Werner Schröter).

Lischkes großes Interesse gilt ebenso der zeitgenössischen Musik. Seit 2003 betreute er die Reihe BonnChance, wo er mit dem Ensemble Musikfabrik verschiedene Uraufführungen im Bereich experimentelles Musiktheater erarbeitete.

Peter Eötvös, dem Lischke mehrfach assistierte, brachte ihn mit Karlheinz Stockhausen zusammen, mit dem er in der Folge wiederholt arbeitete. Internationale Beachtung fand hier vor allem die Uraufführung des großen Orchesterwerkes Mixtur in der Version von 2003, die Lischke 2006 zusammen mit dem DSO Berlin bei den Salzburger Festspielen uraufführte.

Einladungen führten ihn wiederum zum DSO Berlin und mehrfach zum RCO und RFO Hilversum. Er arbeitete mit Orchestern wie RSO Wien, WSO Köln, BOB Bonn, Sinfonieorchester Wuppertal, Norddeutsche Philharmonie Rostock, Münchner Symphoniker und mit Ensembles wie Ensemble Intercontemporain, Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, Ensemble Recherche, Ensemble Plurale.

Wolfgang Lischke ist seit 2009 in Oper und Konzert europaweit freischaffend tätig. Dem Opernhaus Bonn bleibt er aber weiterhin als Gastdirigent verbunden.